Psychosomatik
Sprech- und Stimmstörungen sind häufig nicht nur die Folge eines falschen Umgangs
mit den Sprechwerkzeugen. Oft liegen die Ursachen tiefer und können Ausdruck einer
seelischen Belastung sein. Es ist jedoch unerlässlich, im Vorfeld eine organische
Ursache auszuschließen.
„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“
- Christian Morgenstern -
Der Bereich von Hals, Nase und Ohren
ist reich an Drüsen, Schleimhäuten
und Organen. Er wird durch das
vegetative Nervensystem gesteuert
und reagiert sensibel auf dessen
Schwankungen.
Psychosomatik und Atmung oder Mir bleibt die Luft weg
 Atmen ist Leben. Lebenshauch heißt es in der Schöpfungsgeschichte. 
 Die Atmung steht in enger Verbindung mit der Sprache, denn die Stimme wird durch
die Atemluft gebildet.  Bei starken Emotionen verändert sich die Atmung. Rasche
Atmung bewirkt einen höheren Puls, langsame Atmung führt zu innerer Ruhe und
Entspannung. Atmung und körperliche bzw. psychische Befindlichkeit hängen eng
zusammen.
Depressive Menschen erleben oft Symptome wie Atemnot, Druck auf der Brust, Enge
im Hals, flache oder unregelmäßige Atmung, schweres Atmen oder Hustenreiz. Angst-
und Panik-Patienten leiden oft unter Beklemmungsgefühlen und Druckgefühlen in der
Brust sowie unter beschleunigter Atmung bis hin zur Hyperventilation.
Psychosomatik der Stimme oder Nicht im Einklang sein
Stimme ist ein Teil unseres Selbst und Ausdruck der Persönlichkeit. Sie ist das
Instrument, das unsere inneren Schwingungen nach außen trägt. Unsere Stimme ist
unverwechselbar, einmalig wie ein Fingerabdruck. Wie ein Seismograph reagiert sie
auf Veränderungen in unserem Befinden und oft ist es unser Gegenüber, das als erstes
bemerkt, wenn mit uns etwas nicht stimmt.
Psychosomatik der Nase oder Ich hab die Nase voll
Zwischen psychischen Spannungen und einer vermehrten Produktion von
Nasenschleim kann ein ursächlicher Zusammenhang bestehen. Wichtig ist, dass eine
Allergie ausgeschlossen ist. Unter Stress ist der Mensch anfälliger für Erkältungen und
Beschwerden im Nasen-Rachen-Bereich bis hin zu einer Entzündung der
Nasennebenhöhlen. 
Psychosomatik der Kehle oder Der Kloß im Hals
Wenn sich die Muskeln im Bereich des Kehlkopfs und des Speiseröhreneingangs
verspannen, entsteht ein Gefühl der Enge oder eines Fremdkörpers im Hals, das
sogenannte Globusgefühl. Auch während einer Depression kann man diesen Kloß im
Hals spüren.  Die Chinesische Medizin kennt dieses Symptom als Pflaumenkerngefühl
und bringt es in Verbindung mit einer Stagnation des Leber-Chi. Die Leber gilt in der
Chinesischen Medizin als der Sitz der Emotionen.
Psychosomatik und Schlucken oder Das Problem runterschlucken
Der Mund ist trocken, das Schlucken ist schwer und der Magen verkrampft. Der
Brocken ist kaum runterzuwürgen, geschweige denn zu verdauen. Was oben nicht rein
will, geht unten nicht richtig raus. Die Verdauung beginnt im Mund. Aber natürlich
endet sie nicht dort. Auch Magen und Darm sind anfällig für psychosomatische
Erkrankungen.
Schließlich zeigen sich psychosomatische Probleme auch beim Zahnarzt. Nicht jeder
Zahn- oder Kieferschmerz hat organische Ursachen und verschwindet nach einer
Zahnbehandlung.
Fallbeispiele psychosomatischer Erkrankungen finden Sie unter diesem Link.
In eigener Sache
Ich habe mir im Laufe der Jahre die Behandlung von Sprech- und Stimmstörungen mit
psychosomatischer Ursache zum Thema gemacht. Ich durfte an einer Vielzahl von
Patienten mein Wissen und mein Verständnis in dieser Arbeit erweitern. Diese Art der
Therapie erfordert einen besonderen Umgang und ein respektvolles Verhältnis zum
Patienten, fernab von vorgefassten Meinungen und gutgemeinten Ratschlägen. Dies 
habe ich mir erarbeitet und tue es immer noch.
Ich möchte Ihnen dieses Angebot verantwortungsvoll entgegenbringen und bitte Sie,
die Begleitung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten in Betracht zu ziehen.
Meine Arbeit im Bereich Psychosomatik erfolgt gesprächs- und körperorientiert.
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